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  • Jörg Spanjer

Fotowettbewerb: Das Siegerbild

Aktualisiert: 24. Sept 2019


Dieses Foto aus dem MuKi Nüst Emden gewann den 1. Preis beim Fotowettbewerb der IFI Stiftung.

Wäre die IFI eine Ehe, hätte sie in diesem Jahr Leinenhochzeit. Nicht gewusst? Liegt möglicherweise daran, dass 35 Jahre eben ein Zwischen-Jubiläum ist – irgendwo zwischen 25, 40 oder 50 Jahren. Nichtdestotrotz wurde dieses Jubiläum am 15. Juni in und an der Geschäftsstelle an der Schmiedestraße in Riepe gebührend gefeiert. Im Mittelpunkt stand die Preisverleihung für den großen IFI-internen Fotowettbewerb.


Als sich 1983 Dozenten und Studenten der Sozialpädagogik in Emden zusammenfanden, um verhaltensauffällige Jugendliche in einer Wohngemeinschaft zu betreuen, haben sie mit Sicherheit nicht daran gedacht, dass dies die Geburtsstunde eines späteren großen freien Jugendhilfeträgers in der Region ist und 35 Jahre danach ein Jubiläum als gemeinnützige Gesellschaft in einem eigenen schmucken Verwaltungsgebäude mit mehr als einhundert Gästen aus den diversen stationären und ambulanten Einrichtungen gefeiert wird.


Wie verwegen der Start damals war, demonstrierte Dr. Rolf Kötterheinrich als einer der Gründungs-„Väter“ zur großen Erheiterung der Anwesenden anhand alter Fotoaufnahmen, die allein schon vom Grad ihrer Verblichenheit her von ziemlich alten Zeiten zeugten. „Aller Anfang ist klein“, überschrieb Kötterheinrich diese Reise zurück zum Philosophenweg 40 oder auch in die Douwestraße 14 in Emden, wo alles begann.


Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier stand das große Finale des Fotowettbewerbs, der anderthalb Jahre zuvor für dieses Ereignis gestartet worden war. Koordiniert worden war die Aktion von Michael Weinreich unter tatkräftiger Mithilfe von Regina Kussmaul. Vom Dienstalter her ein „Jungspunt“ der IFI gGmbH, habe er so die ganze Vielfalt der IFI gGmbH erfahren können, erläuterte Weinreich in seinem Statement. Seine Aufgabe war es gewesen, für die beiden Fotografinnen, Sara Kazemi Forouz und Britta Brüling, die Shootings zu organisieren und sie vor Ort zu begleiten. „Die beiden haben für berührende Momente gesorgt“, dankte Weinreich ihnen für ihre engagierte Arbeit, die sich in den über 2000 eingereichten Fotos wiederspiegelte.


Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Projekten, die sich, so Michael Weinreich, in unterschiedlicher Weise und Intensität auf die Shootings vorbereitet hatten, habe diese Aktion einen Perspektivwechsel ermöglicht. „Da ging es in der Vorbereitung der Shootings um Fragen wie ‚Wer sind wir?‘ ‚Was machen wir hier eigentlich?‘ und somit um das Befassen mit der eigenen Haltung und der Ausstrahlung nach außen“, resümierte der Projektkoordinator.


Die Auswertung der Ergebnisse geschah in mehreren Schritten und war eine Herkulesaufgabe. Schließlich mussten an die 2000 Fotos ausgewertet werden – jedes Projekt hatte zwischen 100 und 200 Fotos eingereicht. Am Ende sollten drei Fotos für das Finale übrig bleiben. Dazu wurden mehrere Sichtungsdurchläufe durchgeführt. Die für die Endauswahl nominierten Fotos wurden dann auf Leinwand gezogen und zur abschließenden Auswahl gestellt. Am Ende wurden ein Motiv der IKE Barßel der i.L.P. innovative Lebensräume mit Perspektive gGmbH (zum Zeitpunkt des Starts der Aktion noch Einrichtung der IFI gGmbH), des MuKi Nüst Emden-Borssum und der IG Mühlenhof in das Finale geschickt.


Wesentlichen Anteil an der Bewertung hatte eine Jury aus Jugendlichen, die sich aus dem Kreis der Gruppensprecherinnen und –sprecher zusammensetzte. „Das war ganz wichtig, dass sie dabei waren“, freute sich Rolf Kötterheinrich über die intensive Mitwirkung der Kids. Einer von ihnen erläuterte, wie sie vorgegangen sind: „Wir haben nicht nach Schönheit, sondern nach der Aussage ausgesucht. Wir haben uns bei den Bildern gefragt: Was steckt dahinter?“


Und wie haben die Fotografinnen diese Aktion erlebt? Sara Kazemi Forouz war an der Jubiläumsfeier verhindert, doch Britta Brüling ließ sich, trotz des eigenen Geburtstages an dem Tag, die Teilnahme nicht nehmen. Der ifigenie sagte sie: „Ich habe die Shootings in den Projekten ganz unterschiedlich erlebt. Einige waren sehr gut vorbereitet, hatten eigene Ideen entwickelt. Bei anderen haben sich die Motive eher spontan ergeben.“


And the winner is ….? Die Mutter-Vater-Kind-Einrichtung „MuKi Nüst Emden-Borssum“! Relativ eindeutig votierten die Besucher per „Tischtennisball in Röhren fallen lassen“ für ein in Sepiafarben gehaltenes Motiv einer jungen Mutter mit ihrem Kind im Arm, das von vielen Händen gehalten wird. Petra Westermann, Projektleiterin des MuKi-Nüst, freute sich stellvertretend für ihre Kolleginnen und Kollegen über einen komfortablen Hängesessel aus Sisal, den sie als 1. Preis in Empfang nahm; außerdem erscheint das Siegerfoto auf dem Cover dieser ifigenie-Ausgabe und hat einen Ehrenplatz im Foyer der IFI-Geschäftsstelle erhalten.


Als zweitbestes Foto wählten die Gäste das Foto der IKE Barssel, der Preis war ein Mega Jenga-Spiel. Für den drittplatzierten Mühlenhof gab es ein innovatives Spiel für draußen.


Eine Auswahl der besten Fotos aus der gesamten IFI-Gruppe wurde darüber hinaus in einem aufwändig gestalteten Bildband zusammengefasst, der über die IFI Stiftung und den profero verlag erhältlich ist (siehe Bericht Seite 6ff. dieser Ausgabe).


Mit einem deftigen Büffet ging es in die Mittagspause. Anschließend wurde noch ein Kuchen-Büffet mit zum Teil sehr fantasievollen süßen Kreationen prämiert – und am Ende mit Genuss verzehrt. Alles in allem: ein halbrundes Jubiläum an einem runden Tag, an dem alles passte – außer vielleicht die angesichts des reichhaltigen Essens zu eng gewordene Hose.

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